2012-02-22 Es regnet und regnet….

..und deshalb konnten wir heute überhaupt nicht, wie geplant, wandern gehen. Wir beschlossen daher nach Wairouru zu fahren. Dort gibt es ein tolles Museum des neuseeländischen Militärs das ‚Queen Elisabeth II Army Memorial Mueseum‘. 

Hier gibt es Informationen zu jedem bewaffneten Konflikt an dem die heimische Armee im Ausland teilgenommen hat z.B. Vietnam, Korea, Afghanistan, den beiden Weltkriegen, dem Burenkrieg u.a.

Auch über die innerneuseeländischen Kriege informiert diese sehr gut gestaltete Ausstellung.

Glücklicherweise fand Franz eine gültige Eintrittskarte (auf dem WC), sodass wir noch eine weitere Karte kaufen mussten und ganze 15,00 NZD ca. 10,00 Euro sparten.

 Waiouru Armymuseum

 Fallschirmspringer

 in Afghanistan

 im Lazarett

 im Zweiten Weltkrieg

 in Korea, Vietnam 

Bei der Heimfahrt machten wir einen kleinen Umweg und besuchten Taihape. Diese Stadt ist in Neuseeland weltberühmt. Erstens als ‚Gummistiefel-Stadt‘ (mit gleichnamigen Park und einem überdimensionalen Gummistiefel bei der Stadteinfahrt) und zweitens als Geburtsstadt von Rob.

Wetterbedingt, es regnete den ganzen Tag, machten wir nur eine kleine Stadtrundfahrt und labten uns dann mit Kaffee und Kuchen bei McDonalds.

 Gumboot Park

 Gumboot in McDonalds

Einen kleinen Stopp machten wir noch kurz nach Tangiwai. Dort gibt es ein kleines Denkmal für das größte Eisenbahnunglück in Neuseeland. Am Heiligen Abend 1953 brach im Tongariro Massiv der Damm eines Kraters und ein Strom aus heißem Aschenschlamm floss bergab, folgte dem Flusslauf des Whangaehu River und zerstörte hier die Eisenbahnbrücke. Minuten später raste der vollbesetzte Nachtexpress Wellington-Auckland ins Nichts. 151 Menschen starben.

  Tangiwai Denkmal Eisenbahnunglück mit der Nummerntafel (949) der Unglückslok

In ganz Neuseeland wird heute dem ersten Jahrestag des schweren Erdbebens in Christchurch gedacht. Um 12:51, dem Beginn des Bebens, wurde in einer Trauerminute an die 185 Opfer erinnert.

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2012-02-21 Er mag uns nicht

Auf unseren zwei Reisen durch Neuseeland haben wir nun schon einiges kennengelernt und alle Kontakte waren meist freundlich. Nur bei ihm nicht! Schon als wir ihn bei unserer ersten Reise besuchten, wollte er uns nicht. Deshalb besuchten wir ihn heute nochmals. Es war zwar besser als das letzte Mal, aber von Freundlichkeit keine Spur. Der ‚Tongariro‘ mag uns eben nicht und vermiest uns immer das gleichnamige ‚Tongariro Crossing‘.

Um 4:30 läutete uns der Wecker aus den gemütlichen Betten und nach schnellem packen und einem kleinen Frühstück stolperten wir im stockdunklen zum Abfahrtsplatz des kleinen Busses  der uns und ca. 25 andere Touristen zum nahegelegen Startplatz des Wanderweges brachte.

Kurz nach 6:00 starteten wir die Wanderung und konnten in der Finsternis nicht gleich den richtigen Weg finden. Der Busfahrer zeigte uns den richtigen Pfad und schon ging es los. Die Fleecejacken hatten wir wegen der kühlen Temperatur bereits angezogen, aber bald wurde uns durch die Bewegung angenehm warm.

 Profil der Wanderung

Der erste Abschnitt ging vom Start (1.100m) zu den ‚Soda Springs‘ (1.400m), geht moderat bergauf, war eine gute Aufwärmübung und in einer Stunde erledigt. Da kein Nebel war, konnten wir auch einiges von der Umgebung sehen.

 zum Soda Springs

 zum Soda Springs

Der zweite Abschnitt von ‚Soda Springs‘ (1.400m) bis zum ‚South Crater‘ (1.660) hatte es ganz schön in sich. Auf kurzer Strecke ging es über unzählige Stufen steil bergauf um dann im ‚South Crater‘ zu enden. Diesen durchquert man fast flach und es ist schon ein besonders Gefühl, mitten in einem Vulkankrater spazieren zu gehen. Hier zog schön langsam der Nebel auf und es begann zu nieseln, sodass wir unsere Regenjacken anzogen.

 vom South Crater

 im South Crater

Der dritte Abschnitt war jedoch der anstrengendste Teil. Vom Ende des ‚South Crater‘ (1.660) ging es zum höchsten Punkt der Wanderung, zum ‚Red Crater‘ (1.886) und weiter bis zum ‚Blue Lake‘. Auf teilweise sehr losem Untergrund und teilweise schmalen felsigem Weg ging es steil bergauf. Bei Schönwetter wird man oben mit einem einmaligen Blick auf die ‚Emerald Lakes‘ belohnt. Uns war dieses Erlebnis leider nun schon zum zweiten Mal nicht gegönnt. Im Gegenteil.  Der Nebel wurde noch dichter, sodass wir grade noch von einer Wegmarkierung nur nächsten sahen. Der Regen wurde stärker und der aufkommende Sturm peitschte uns die Regentropfen ins Gesicht. Den ersten See sahen wir nur schemenhaft, den zweiten konnten wir ein wenig deutlicher erkennen. Der Abstieg zum Weg entlang der ‚Emerald Lakes‘ war extrem rutschig und die Sicht war weiterhin sehr schlecht, genauso wie das Wetter. Danach durchquerten wir den ‚Central Crater‘ an dessen Ende man den ‚Blue Lake‘ sehen kann bzw. sehen sollte – wenn das Wetter mitspielt. Aber der anhaltende Regen und der dichte Nebel verhinderten dies.

 am Red Crater

 Abstieg vom Red Crater

 Emerald Lake I

 Emerald Lake II

Der vierte Abschnitt geht vom ‚Blue Lake‘ (1.725m) zur ‚Ketetahi Hut‘ (1.400m). Von den ‚Blue Lakes‘ beginnt nun der lange Abstieg. Außer zwei kleinen, kurzen aber steilen Aufstiegen geht es ab jetzt nur noch bergab. Der peitschende Regen hat nun auch schön langsam nachgelassen und kurz vor der Hütte sogar ganz aufgehört. Der Nebel hat sich zwar am Berg oben gehalten, je weiter wir nach unten gehen, desto klarer wird die Sicht. Auf der Hütte (nicht bewirtschaftet, nur als Schutzhütte konzipiert) selbst machen wir eine kurze Rast. Eine Banane, ein Schluck Wasser, ein WC-Stopp und schon geht es weiter.

 Weg zur Ketetahi Hut

Der fünfte und letzte Abschnitt führt von der ‚Ketetahi Hut‘ (1.400) zum ‚Ketetahi Car Park‘ (750m). Nun geht es nur noch abwärts, teilweise wieder durch Regenwaldgebiet. Das Wetter wurde auch besser und manchmal kam sogar die Sonne heraus. Ein Blick zurück zeigte uns, dass die Berge rings um uns noch immer im Nebel verschwunden waren. In knapp sechs Stunden haben wir nun 17 Km zurückgelegt, ca. 27.000 Schritte gemacht und ca. 2.000 Höhenmeter auf und ab überwunden.

 Ende der Wanderung

Obwohl es das Wetter überhaupt nicht gut mit uns meinte, ist diese Wanderung immer wieder ein Erlebnis und eine schöne Herausforderung.

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2012-02-20 Die Vögel

Zeitig in der Früh haben wir schon wieder unser Motel in Hastings verlassen um an der Tour teilzunehmen die wir gestern gebucht hatten. Die Fahrtzeit zum Treffpunkt dauerte nur einige Minuten und schon wurden wir mit 46 anderen Touristen auf die Anhänger von zwei Traktoren ‚verladen‘ und dann ging es los zur größten Basstölpel-Kolonie in Neuseeland auf ‚Cape Kidnappers‘.Etwa 8.000 Paare der rund 2 kg schweren Vögel (mit bis zu 2 m Flügelspannweite) und ihre Nachkommen erwarten uns dort. 

 Touristen aufgeladen

Die Fahrt ging im wahrsten Sinne über Stock und Stein und gelegentlich auch ins Wasser. Immer am Strand entlang, zwischen Meer und der steil aufragenden Küste ging es entlang. Hier hatte sich das Land im gestern erwähnten Erdbeben von 1931 nicht nur um zwei sondern gleich um neun Meter gehoben und die Küste neu geformt. 

 entlang den Klippen

Am ‚Cape Kidnappers‘ angekommen mussten wir noch knapp 20 Min. steil bergauf gehen, bis wir die Kolonie erreichten.  Den Geruch nahmen wir allerdings schon viel früher war und diesen Gestank brachten wir den ganzen Tag nicht aus unseren Nasen.

Aber dann waren wir von dem Treiben und dem höllischen Lärm der Vogelschar schon fasziniert. Da wurden zwischen Mann und Frau (die man äußerlich nicht voneinander unterscheiden kann) geschabelt was das Zeug hält, die Jungen wurden von den Eltern gezupft und geputzt und jeder Fremde Vogel der sich einem Jungen näherte wurde sofort vertrieben. Auch die Flugkünste der Basstölpel konnten wir bewundern. Sehr elegant in der Luft, jedoch beim Landen manchmal ein wenig tollpatschig. 

 Kolonie

 Elterntier

 Baby mit Mama

 Junge mit Mama

 allein Daheim

 Flugkünstler

 Cape Kidnappers

Bei der wieder spannenden Rückfahrt auf dem Traktoranhänger ging es nochmals über Felsen und teilweise durch das Wasser. Den beiden Fahrern  machte es sichtlich Spaß, wenn es uns richtig durchrüttelte oder wir nass wurden. Leider war das Wetter nicht so besonders. Aber auch ein wolkenverhangener Himmel und teilweises Nieseln konnte uns den Spaß an diesem Ausflug nicht nehmen. 

 über Stock,Stein etc

Nach dieser Tour fuhren wir ca. 200 Km weiter nach Taupo, wo wir für die nächsten drei Tage Proviant einkauften und an jener Stelle des Lake Taupo eine kurze Rast einlegten, an der wir auch schon bei unserem letzten Besuch hier gerastet hatten. Nach weiteren ca. 100 Km sind wir an unserem Tagesziel der ‚Discovery Lodge‘ im ‚Tongariro National Park‘ angekommen und konnten gleich unsere komfortable Hütte mit Blick auf die Berge beziehen.

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2012-02-19 Art Deco

Vom Regenwald zu Art Deco? Wie das geht? Ganz einfach! Hinein ins Auto und von Tuai knapp 200 Km nach Napier fahren. 

Nach dem Abschied von unseren sehr engagierten Gastgebern in Tuai fuhren wir zeitig los. Schon bald wich der Regenwald zurück und wir fuhren dann an Hügeln entlang die mit saftigen grün überzogen sind. Unseren ersten Stopp machten wir in Wairoa wo wir in der Touristinfo einen Ausflug für morgen buchten. Kurz nach Wairoa gleich der nächste Aufenthalt, da wir hier die höchste Eisenbahnbrücke Neuseelands bestaunten. 

höchste Eisenbahnbrücke

Kurz von Napier führt die Straße direkt neben dem Meer entlang. Grund genug für einen kurzen Stopp. Ein kleiner Strandspaziergang um den Strand zu genießen, Muscheln zu suchen, die Reste ausgenommener Fische zu begutachten und Fischer zu beobachten. 

 Fischer und

 Fisch

Seit ein paar Tagen haben wir technische Probleme. Das Kabel für das Navi hat einen Wackelkontakt, sodass es zeitweise ausfällt. Außerdem ist ausgerechnet am Tag der Hochzeit eine Speicherkarte ausgefallen. Da noch keine Fotos drauf waren und wir eine zweite SD-Karte hatten, war es kein Problem. Seit gestern funktioniert allerdings auch die zweite SD-Karte nicht mehr. Leider sind ca. 30 Fotos von gestern damit verschwunden.

Daher war unser erster Weg in Napier ins ‚Warehouse‘ um Kabel und SD-Karten zu kaufen. Dort war beides zu teuer, daher ab in das nebenan gelegene ‚Noel Leeming‘. Dort hatten sie zwar die SD-Karten aber das Kabel war momentan nicht lagernd. Daher zum ‚Bond &Bond‘ wo wir endlich das Kabel kaufen konnten. Jetzt ist wieder alles ok. 

Jetzt wollten wir uns die ‚Art Deco‘-Häuser der Innenstadt von Napier ansehen. Genau am 3.2.1931 um 10.47 drückten zwei Erdbeben der Stärke 7.9  im Bereich Hastings/Napier den Erdboden zwei Meter in die Höhe wodurch innerhalb von zweieinhalb Minuten beide Städte nicht mehr existierten. Der Wiederaufbau ging jedoch innerhalb von zwei Jahren vor sich und das Planungskomitee griff bei der Neugestaltung der Gebäude auf den Art Deco Stil der 30er-Jahre zurück.

Doch wir kamen nicht weit. Nach dem Stadtzentrum verstopften alte Autos und ebenso angezogene Menschen die Straßen. Wir steuerten den nächsten Parkplatz an um zu Fuß diese seltsame Treiben zu erforschen: alljährlich um diese Zeit findet das ‚Art Deco Festival‘ statt. Die alten Autos sind natürlich edle Oldtimer und viele Menschen haben sich nicht ‚alt‘ sondern nostalgisch, eben wie in den 30er Jahren, gekleidet. Am Strand war eine kleine Zeltstadt aufgebaut, in denen Familien oder Freundeskreise im Stil der 30er Jahre logierten. Ein farbenfrohes Bild von fröhlichen, singenden, musizierenden und tanzenden Menschen die einmal im Jahr die 30er Jahr wieder auferstehen lassen. 

 Familienpicknick

 Swing

 Damenkränzchen

 Oldtimer

Ein Spaziergang durch die Innenstadt um endlich die berühmten Art Deco Häuser zu besichtigen, schloss den Besuch in Napier ab. 

 Art Deco Haus

 Art Deco Haus

Am Stadtrand fand eine Flugshow statt, von der wir auch ein paar Kunststücke beobachten konnten. 

 Kopf an Kopf

 Staffel

Danach ging es noch die ca. 20 Km von Napier nach Hastings, wo wir die Zimmer in einem netten Motel bezogen. Februar dürfte hier ein ‚guter‘ Monat für Erdbeben sein. Im TV läuft gerade ein dramatischer Bericht zum Jahrestag des letzten großen Erdbebens in NZ am 22.2.2011, bei dem es große Zerstörungen in Christchurch gab.

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2012-02-18 Wandertag

Da wir in einem Ort (Tuai) wohnen dessen Umgebung mehr Wanderwege hat als der Ort Einwohner, haben wir uns für heute gleich zwei Wanderungen vorgenommen.

Zuerst sind wir den ‚Panekire Bluffs‘-Track gegangen. Dieser Weg ist der erste Teil des 3-4 Tage dauernden ‚Great Walks‘, und dauerte hin und zurück ca. 2 Std. Der Weg selbst geht eine Stunde fast immer moderat bis steil bergauf und ist über und über mit Wurzeln verwachsen. Oft bildeten die Wurzeln kniehohe Stufen, sodass es nicht immer einfach war den steilen Weg hinaufzukommen. An ein paar Punkten und am ‚Panekire Bluffs‘ selbst hat man einen wunderschönen Ausblick auf den ‚Lake Waikaremoana‘. Da wir noch dazu heute einen sehr sonnigen Tag hatten, war der Blick über den See doppelt schön. Hinunter ging es dann meist auch nicht einfacher, aber etwas schneller. Wie auch bei der gestrigen Wanderung war die Vielfalt des Waldes einfach überwältigend. 

 unser Trampelpfad

 ungeküsster Begleiter

 Panakire Bluffs zum..

..Lake Waikaremoana

 

Die zweite Wanderung führte uns zum ‚Lou’s Lookout‘ und dauerte hin und zurück ca. 1 Std. Der halbstündige Aufstieg war besonders steil. Er führte aber nicht nur durch den fantastischen Regenwald sondern auch ein paar Mal unter überhängende Felsen hindurch. Die schönste Passage war durch eine komplett dunkle Felshöhle hindurch, wo man sich nur langsam tastend vorwärts bewegen konnte. Am Ziel angekommen, erklommen wir eine kleine Aussichtswarte und hatten nicht nur wieder einen tollen Ausblick auf den ‚Lake Waikareoana‘ sondern konnten auch den vis-a-vis gelegenen ‚Panekire Bluffs‘ Aussichtspunkt erspähen. 

 Felsenpfad

 Blick vom Lous Lookout

 Baumbewuchs

 Felsengrotte

Noch ein paar statistische Angaben zu unseren Wanderungen. Bei den drei Wanderungen haben uns Null Leute überholt, haben wir 3 Leute überholt und begegneten 2 Leuten. Obwohl hier ein wunderbares Wandergebiet ist, bleiben die Touristen aus. Wie auch im Rest der von uns besuchten Urlaubsorte. 

Nach diesen Anstrengungen fuhren wir noch zum einem kleinen See, kauften uns dort ein Eis und genossen am Ufer die Sonne.

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2012-02-17 Regenwaldwanderung

Nachdem wir gestern durch den Regenwald gefahren sind, beschlossen wir heute ihn noch intensiver zu erforschen und haben uns diese Wanderung durch ihn ausgesucht: den ‚Ruapani Curcuit‘.

Zuerst mussten wir einige Kilometer fahren um zum ‚Aniwaniwa Visitor Centre‘ zu gelangen. Dort startet der Rundwanderweg und führt zuerst den ‚Lake Waikareiti Track‘ (bis zum gleichnamigen See) entlang, zweigt dann in den eigentlichen ‚Ruapani Circuit‘ ab, um nach ca. 6 Std. Gehzeit wieder zum Ausgangspunkt zu gelangen.

Diese Wanderung hat sich wirklich ausgezahlt.  Keine dieser  5,5 Std. die wir im Endeffekt benötigten war fad. Jeder Schritt bot uns unglaublich viel Natur. Riesige Bäume die neben uns in den Himmel ragten oder schon am Boden lagen und aus denen neue Pflanzen emporwuchsen. Farne soweit das Auge reichte, in verschiedenen Farben, Formen und Größen. Teilweise wuchsen sie so dicht, dass sie unseren Pfad verdeckten und uns so nebenbei klatschnass machten. Viele verschiedene Baumarten, die teilweise mit den unterschiedlichsten Sorten von Moos bewachsen waren und Wurzeln, die wie Lianen herumhingen ließen uns immer wieder erstaunt stehen bleiben. 

Wir waren immer mit schauen und staunen beschäftigt, sodass wir fast keine Pausen einlegten. Nur alle zwei Stunden hatten wir für ein paar Minuten Rast gemacht. Dabei wurden achte Kekse gerecht aufgeteilt  – also Edith 3, Franz  5 – ein paar Schluck Wasser getrunken und nach kaum 10 Min. ging es schon wieder weiter. 

Das Wetter war wieder von sonnig, bis wolkig und auch ein paar Regentropfen waren darunter. Aber das dichte Dach des Regenwaldes schützte uns vor Sonne, Wind und Regen. So beendeten wir die Wanderung zwar müde, aber wir würden diese Tour jederzeit wieder machen und können sie jedermann nur empfehlen.

 verschlungene Pfade

 Wurzeln, Wurzeln, ..

 Lake Waikareiti

 Edith, der Scout

 alles wächst überall

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2012-02-16 Regenwaldstraße

Nach den erholsamen Stunden im ‚Paradies Valley‘ war wieder Autofahren angesagt. Knapp 200 Km von Rotorua nach Tuai/Wairoa am Lake Waikaremoana. Die Hälfte dieser Strecke ist allerdings nicht asphaltiert und daher dauerte die Fahrt über drei Stunden.

Zuerst ging es noch auf normalen Straßen flott dahin. Als wir jedoch auf die erste Schotterstraße kamen mussten wir das Tempo drastisch reduzieren. Wir fühlten uns ein wenig wie in Namibia  – unbefestigte Straßen und kaum Autos auf der Straße.

Die Fahrt ging aber doch verhältnismäßig flott voran wenn wir nicht durch freilaufende Rinder, Pferde, Schwäne, Maoris und Straßenarbeiter aufgehalten wurden.

 Die Straße führt durch Regenwald und wir waren ganz begeistert von der Artenvielfalt des Waldes. Bald machte der Wald auch seinem Namen alle Ehre. Die Sonne wurde von tiefschwarzen Wolken verdrängt und es begann wieder zu nieseln, zu regnen, zu schütten.

 Besonders schön, auch wenn es das Wetter nicht war, war die Fahrt neben dem Lake Waikaremoana. Die Straße verläuft mal rechts, mal links des Sees, mal etwas oberhalb, mal direkt neben dem See.

Und immer wieder dieser dichte Regenwald. Der schirmte uns oft so ab, dass wir nicht einmal mehr das GP-Signal für das Navigationsgerät empfangen konnten. 

Nach einer kleinen Irrfahrt im kleinen Ort Tuai fanden wir schließlich unsere kleine Ferienwohnung die von einem jungen kanadischen Ehepaar betrieben wird. Hier werden wir für die nächsten drei Nächte bleiben und freuen besonders darüber, dass sich in jedem Raum eine Heizung befindet.

 schmal und steinig

 weniger PS als wir

 Regenwald

 Lake Waikaremoana

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