2012-02-26 gefährliche Abgründe

Punkt 6:30 fuhren wir (die Wilson’s und die Kornell’s) heute schon los. Zwei Stunden dauerte die Fahrt bis wir ‚Whakatane‘ erreichten. Dort hatten wir bei ‚Pee Jay’s White Island Tour‘ einen sechs stündigen Boot-/Landausflug auf die ‚White Island‘ gebucht. Nach Anmeldung und Einschiffung ging es fast pünktlich mit der ‚Pee Jay V‘ los.

 Pee Jay V

Über 50 Km mussten bis zur unserer Zielinsel zurückgelegt werden. Dafür sind ca. 1 ½ Stunden veranschlagt. Da wir alle vier relativ leicht Seekrank werden, waren wir froh, dass wir tolles Wetter hatten. Sonne, kaum Wolken, kein Wind und eine fast spiegelglatte See. Noch dazu hatten wir das Glück einige Delphine zu sehen, die ganz nah am Boot herumtollten.

 Delphine

Schon von Ferne konnten wir die Insel mit ihrer charakteristischen Dampfwolke sehen. Um Touristen halbwegs gefahrlos das Betreten der noch sehr aktiven Vulkaninsel zu ermöglichen, allein im vorigen Jahrhundert zählte man 20 Ausbrüche, ist die ganze Insel mit einem System von Messsensoren überzogen.

 White Island

Ganz an den Strand der Insel konnte unser Boot nicht fahren, sodass wir auf ein Schlauchboot umsteigen mussten. Bei diesem wackeligen Manöver gab es nicht einige brenzlige Situationen, jedoch erreichten alle Besucher trocken das Ufer der Insel.

  Landungsboote

Nun startete eine Führung die knappe zwei  Stunden dauerte. Gleich zu Beginn waren wir überrascht wie aktiv dieser Vulkan noch ist. Überall zischte und brodelte es. Aus dem Boden, aus Spalten und auf Felswänden trat Dampf, Wasser oder Schlamm aus. Faszinierend auch das Farbenspiel. Grau, braun, schwarz, gelb, rot und alle Schattierungen dazwischen sind hier vertreten. An manchen Stellen besonders intensiv die gelben Schwefelablagerungen.

 über Dampf

 Schwefelgebild

Hatten wir bei der Verteilung der Schutzhelme noch darüber gelacht, dass auch Gasmasken ausgeteilt wurden, so wussten wir bald warum dies geschah. Der Schwefelgeruch war nicht nur übelriechend, sondern auch scharf, dass man glaubte, das Innere von Nase, Mund und Hals wird verätzt. Schnell setzten wir deshalb zeitweise die Masken auf um ungehindert atmen zu können.

  Gasmasken

 Dampfausstoss

 Schlammloch

Der Weg führten durch große Teile des Kraters, auf kleinen Pfaden und durch kleine Schluchten bis zu den Überresten einer Fabrik die 1934 beim Versuch hier Schwefel abzubauen pleite gegangen ist.

 Schluchtenwanderung

 Fabriksreste

Dann bestiegen wir wieder die wackeligen Schlauchboote, wurden zum Schiff gebracht und nach weiteren 1 ½ Stunden hatten wir den Ausgangspunkt im Hafen von Whakatane wieder erreicht.

 

Zwar hatten wir wieder eine zweistündige Autofahrt vor uns, aber das Erlebte war uns dies Wert und wir können diesen Ausflug nur jedem weiter empfehlen.

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